Schiltal in Rumänien

Europas Grüner Deal in Rumänien – Das Schiltal

In den deutschen Medien lesen wir meistens von westlichen EU-Staaten und dem Grünen Deal. Ein Perspektivwechsel findet kaum statt. Wie die Umsetzung von Europas Grünem Deal in östlichen EU-Staaten aussieht, ist nur selten Thema.

Rumänien und das schwarze Gold

Rumänien ist ein Kohlekraft-Land. Im Südwesten befindet sich das Schiltal, die wichtigste Region für Abbau von Kohle. Das erste Bergwerk hat seine Tore schon 1840 eröffnet. Über Jahrzehnte hinweg sind Menschen dorthin gezogen, um zu arbeiten. Diese Region hat die wirtschaftliche Entwicklung des Landes maßgeblich beeinflusst. Das Schiltal hat eine besondere Geschichte. Doch was die Zukunft bringt, ist noch offen. Heute sind dort Ruinen zu sehen. Von 16 Bergwerken gibt es nur noch 4, in denen Kohle abgebaut wird. Die meisten Kraftwerke sind veraltet und klimaschädlich. Die Wirtschaft leidet unter dieser Situation. Auch der Klimawandel und die hohen Kosten fordern eine Veränderung. Rumänien muss weg vom schwarzen Gold. In Zukunft wird es keine Arbeitsplätze in der Kohlekraft geben.

Schiltal

Europas Grüner Deal

Der Klimawandel ist eine Bedrohung für Europa und die ganze Welt. Die EU will der erste klimaneutrale Kontinent sein. Dazu wurde im vergangenen Jahr der Grüne Deal verabschiedet. Somit möchte die EU bis 2050 klimaneutral werden. Ebenfalls will die EU 55% weniger Treibhausgase ausstoßen. Für den Klimaschutz hat die EU verschiedene Ziele festgelegt, die die EU-Mitgliedstaaten national umsetzen müssen. Für diese Umsetzung stellt die EU Gelder zur Verfügung. Auch Rumänien erhält Gelder, um diese EU-Ziele zu erfüllen. Für die Kohleregionen stehen 4,4 Milliarden Euro unterstützend zur Verfügung. Die lokale Infrastruktur soll damit verändert und alternative Arbeitsplätze geschaffen werden. Jedoch nennt die rumänische Regierung kein genaues Datum für den Kohleausstieg. Trotzdem steht sie hinter dem Green Deal und will künftig keine Kohle mehr abbauen.

Veränderungen im Schiltal

Das Schiltal braucht in Zukunft neue Arbeitsplätze. Dabei setzt die Regierung auf verschiedene Bereiche. Für den Tourismus müssen Fahrradtouren und Skigebiete ausgebaut werden. Darüber hinaus gibt es viele Höhlen, die zum Klettern geeignet sind. Die EU unterstützt auch viele IT-Unternehmen im Schiltal. So baut eine Firma Ladestationen für Elektroautos, die in Zukunft in ganz Europa benötigt werden. Die Bewohner:innen versuchen sich durch viele verschiedene Wege, eine nachhaltige Zukunft aufzubauen.

Ob das Schiltal einen nachhaltigen Neustart schafft, ist bisher noch offen. Ebenso zeigt sich daran, ob Europas Grüner Deal zukünftig in Rumänien funktioniert. 

Prima Klima?! – Der Grüne Deal in Europa

Am 09. März findet eine Veranstaltung zum Grünen Deal in Europa in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern statt. Dazu sind Referent:innen aus den Auslandbüros der Heinrich-Böll-Stiftung eingeladen. Gemeinsam diskutieren wir, wie der Grüne Deal umgesetzt wird und ob nationale Interessen dessen Umsetzung beeinflussen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie über den Button.

EU Green Deal

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