Der Europäische Freiwilligendienst (EFD) wird gefördert durch das  EU-Programm Erasmus+. Dabei handelt es sich um ein Förderprogramm der Europäischen Union für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. Der EFD ermöglicht jungen Menschen (zw. 17 und 30 Jahre), sich ehrenamtlich in sozialen, kulturellen und/oder ökologischen Projekten zu engagieren. Jeder Jugendliche kann unabhängig vom Bildungsgrad und sozialem Hintergrund unterstützt werden. Bis auf eine eventuelle Beteiligung an den Reisekosten ist der EFD für die Freiwilligen kostenlos. Ein EFD kann bis zu zwölf Monaten gefördert werden. Seit 1996 konnten über 100.000 junge Europäer vom EU-Programm profitieren. Neben der Stärkung der interkulturellen Kompetenz und das Erlernen einer neuen Sprache können wertvolle Erfahrungen im (zumeist) europäischen Ausland gesammelt werden.

Bildungsbereiche Erasmus+

Das EIZ Rostock ist anerkannte Entsendeorganisation für den EFDAls anerkannte Entsendeorganisation für den EFD hat das EIZ Rostock seit 2007 über 30 Interessenten dabei unterstützt, diese persönlichkeitsstärkende Erfahrung in Europa zu erleben. Jede Entsendeorganisation hat ganz individuelle Verfahren wie sie dich dabei begleitet. Im Folgenden kannst du nachlesen, welche Stationen euch beim EFD mit dem EIZ Rostock erwarten.

 

EFDEntsendeorganisation (EO) suchen

Circa 9-12 Monate vor dem EFD-Wunschbeginn solltest du Kontakt zu einer Entsendeorganisation aufnehmen.

In der Datenbank der akkreditierten EFD-Organisationen findest du zahlreiche Entsendeorganisationen. Doch welche soll es sein? Folgende Unterschiede können dir  bei deiner Wahl helfen:

  • Manche Entsendeorganisationen suchen nur Bewerben*innen aus der direkten Umgebung. Grund: Das große Interesse von Jugendlichen kann personell nicht bewältigt werden oder der EO ist ein persönlicher Kontakt wichtig und Gespräche werden vor Ort geführt.
  • Die EO hat feste Partner/Aufnahmeprojekte in Europa. Du bewirbst dich direkt bei der Entsendeorganisation für ein ausgeschriebenes Projekt. Vorteil: Du bewirbst dich direkt bei einer deutschen EO. Dadurch hast du auch nur regionale Mitbewerber. Nachteil: Die Auswahlmöglichkeiten von Projekten sind eingeschränkt auf das Angebot der Entsendeorganisation (Aufgabenfeld und Land).
  • Die EO hat keine festen Partner. Hier bewirbst du dich direkt bei der Aufnahmeorganisation. Die EO unterstützt dich bei den Bewerbungen: Was für Unterlagen sind nötig? Wo finde ich Projekte? Sie gibt Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung. Vorteil: Keine Einschränkungen auf Länderwahl und Projektarten. Nachteil: Hoher Bewerbungsaufwand, selbstständiges Kümmern.

Das EIZ Rostock ist eine EO ohne feste Partner. Ein persönliches Gespräch ist uns sehr wichtig. Deshalb laden wir jeden Interessierten zu einem zweistündigen Gespräch nach Rostock ein. Wir informieren über grundlegende Dinge im EFD und führen eine Schulung für die richtige Bewerbung durch.  Die weiteren Punkte beziehen sich auf unsere Erfahrungen als EO ohne feste Partner!

Bewerbungen schreiben

Allgemein kann man sagen, dass die „heiße“ Bewerbungsphase circa vier bis sechs Monate vor dem Ausreisezeitpunkt stattfindet. Sei dennoch zehn Monate vor EFD-Beginn für den Bewerbungsmarathon gewappnet. Suche dir Projekte, die zu dir passen: Was sind meine Interessen und wie kann ich mich in das Projekt einbringen? Findet das Projekt in der Stadt oder auf dem Land statt? Das Erlernen der Sprache sollte nur an zweiter Stelle stehen. Englischsprachige Länder und Skandinavien sind sehr beliebt. Die Chance hier ein Projekt zu ergattern, gestaltet sich als sehr schwierig. Unser Tipp: Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Ländern aus dem Osten Europas gesammelt. Jantje war zum Beispiel in Lettland oder Hanna in der Slowakei. In den Berichten unserer Freiwilligen kannst du nachlesen, wo sie waren und welche Aufgaben sie meistern durften. Und was gehört noch zu einer Bewerbung? Natürlich ein Motivationsbrief und ein Lebenslauf – beides auf Englisch.

Zusage für ein Projekt

Nun heißt es abwarten und Daumen drücken. Hast du nach einem Skype-Gespräch mit einer Aufnahmeorganisation die Zusage für dein Wunsch-EFD-Projekt, kann es passieren, dass es doch nicht realisiert wird. Warum?  Möchte eine zugelassene Aufnahmeorganisation einen EFD anbieten, muss sie einen Antrag bei ihrer Nationalagentur (verwaltet im Auftrag der EU die Fördergelder des EU-Programms ERASMSU+/EFD) stellen. Das kann sie dreimal im Jahr machen – im Februar, im April und im Oktober. In diesem Antrag beschreibt sie die Aufgaben und muss gut argumentieren, warum die EU gerade diesen EFD-Platz fördern sollte. Die Prüfung dieses Antrags dauert circa zwei Monate.  Erst danach gibt es ein 100%iges ja oder nein. Doch keine Angst: zu 90% gehen die Anträge durch. Sollte es dennoch nicht der Fall sein, kann die Aufnahmeorganisation eine Runde später einen abgeänderten Antrag stellen und du kannst mit etwas Verspätung dein EFD beginnen. Sobald sich eine Aufnahmeorganisation für einen EFDler entschieden hat, nimmt sie Kontakt zu uns auf. Nun sind wir wieder an der Reihe.

Vorbereitung und Ausreiseseminar

Ein Ausreiseseminar ist für die Freiwilligen Pflicht. Das EIZ Rostock führt das Seminar selbst durch. Dazu lädt es alle Freiwilligen ein, die eine Zusage bekommen haben. Meistens findet das Seminar einen Monat vor der Ausreise statt. Wir besprechen die Rechte und Pflichten aller Beteiligten (aufnehmende Organisation, Entsendeorganisation und die des Freiwilligen). Wir schauen uns an, welche Herausforderungen auf euch zukommen können (Stichwort Kulturschock) und gehen gemeinsam das EFD Info-Kit durch. Fragen zur Versicherung, dem Activity Agreement und Organisatorisches werden beantwortet. Das Activity Agreement ist eine Vereinbarung zwischen dem Freiwilligen, der Aufnahme- und Entsendeorganisation (manchmal kommt auch noch eine koordinierende Organisation dazu). Festgehalten werden hier Fakten wie Urlaub, Arbeitszeit und Arbeitsbereiche, Unterbringung, Verpflegung und Budgetverteilung. Bis zu diesem Zeitpunkt hat die EO dich auch über Cigna (EFD-Versicherung, die alle EFDler erhalten) versichert. Cigna ist eine Zusatz-Krankenversicherung  und Haftpflichtversicherung für das Projekt.

Der Start

Die aufnehmende Organisation hilft dir beim Ankommen. Im Vorfeld werden oftmals ein Reiseplan und weitere nützliche Tipps für dich bereitgestellt. Manche Aufnahmeorganisationen stellen den Kontakt zu ehemaligen Freiwilligen her. Diese Kontakte helfe dir dabei eventuelle Unsicherheiten und Ängste abzubauen. Du kannst natürlich selbst einiges zu einem guten Start beitragen. Lerne einfache Floskeln in der Landessprache. Informiere dich über den betreffenden Ort und suche dir Sehenswürdigkeiten, welche du gerne besuchen möchtest. Ein Reiseführer und ein Stadtplan könnten auch nützlich sein. Die Seite des Auswärtigen Amtes hat für dich weitere Informationen und auf „rausvonzuhaus“ findest du wertvolle Reisetipps.

Dein Projekt

Jedes Projekt hat einen Rahmen, der von der Aufnahmeorganisation vorgegeben wird. Je nachdem, welche Kompetenzen und Fähigkeiten ein Freiwilliger einbringt, kann das Projekt individuell gestaltet werden. Projekte von unseren Freiwilligen

Das On-arrival- und das Mid-term Training

Zum EFD gehört auch die Teilnahme am On-arrival training (OAT) und Mid-term training (MTT). Wie der Name vermuten lässt, findet das OAT am Anfang deines EFDs statt. Circa zwei Monate nach deiner Ankunft lernst du in einem viertägigen Seminar andere Freiwillige kennen, die sich zur selben Zeit in deinem Aufnahmeland befinden. Hier hast du die Möglichkeit, das bisher Erlebte zu reflektieren, Freundschaften zu schließen und einen anderen (kulturellen) Blick zu erhalten. Zum MTT geht es circa ein halbes Jahr später. Bei diesem Treffen wirst du wahrscheinlich junge Menschen aus dem OAT wiedersehen. Denn auch dieses Seminar ist für alle aktuellen EFDler bindend. Dieses Training gibt dir die Möglichkeit von den Erfahrungen der „Anderen“ zu lernen, Ursachenforschung zu betreiben, falls etwas nicht optimal läuft und es sorgt für einen Perspektivwechsel.

Zum Schluss

Das Ende des Freiwilligendienstes ist schneller da, als du denkst! Zum Abschluss des EFDs und deines Projektes gehört das Verfassen eines „Final Reports“. Diesen bekommst du von der Europäischen Kommission. Schließlich möchte diese wissen, welche Erfahrung du gesammelt hast und was deine Aufgaben waren. Am Ende deines EFDs erhältst du den Youthpass – dein Zertifikat für den Europäischen Freiwilligendienst. Das EIZ Rostock bietet jedem EFDler die Möglichkeit, im Rückkehrerseminar seinen Freiwilligendienst Revue passieren zu lassen. Wir haben dich während des EFDs begleitet und möchten gerne von dir persönlich erfahren, was du erlebt hast und vor allem wie du es empfunden hast. Gleichzeitig hilft es uns zukünftige Freiwillige besser zu begleiten.

Außerdem kannst du am EFD comeback-Treffen teilnehmen. Jedes Jahr im Oktober tauschen sich deutsche Freiwillige der letzten Saison über ihre Erfahrungen aus. Sie nehmen an Workshops teil, hören Vorträge und holen sich Inspirationen, wie sie ihre eignen Erfahrungen anderen Interessenten näher bringen können. (Stichwort EuroPeers)

EFD Projekte unserer Freiwilligen

Outgoing

Lettland – Spanien – Litauen – Slowakei – Kroatien – Irland – Tschechien

EFD Projekte unserer Freiwilligen

Incoming

Deutschland

Nele in Deutschland

EFD-Incoming

Schlüsselbegriffe im EFD

Die Freiwilligen leisten im Ausland auf Taschengeldbasis und auf begrenzte Zeit einen freiwilligen Dienst zum Wohl der lokalen Gemeinschaft. Das Projekt und das Land, in dem du deinen Europäischen Freiwilligendienst machen willst, kannst du dir aussuchen. Für die Freiwilligen ist das Ganze fast kostenlos. Taschengeld, Unterkunft und Verpflegung, Versicherung und Sprachkurs werden durch ERASMUS+ gefördert. Reisekosten werden anteilig übernommen. Dabei richtet sich die Förderhöhe nach der Entfernung vom Wohnort zum Aufnahmeort. Den Entfernungsrechner von Erasmus+ kannst du nutzen, um die Höhe deines Reisekostenzuschuss‘ zu berechnen.  Im Übrigen wird Kindergeld weiter gezahlt.

Die Entsendeorganisation kümmert sich um Auswahl, Vor- und Nachbereitung und die eigentliche Entsendung von Freiwilligen. Da du den Förderantrag für den Europäischen Freiwilligendienst nicht als Privatperson stellen kannst, brauchst du eine anerkannte Entsendeorganisation in Deutschland.

Das EIZ Rostock ist eine anerkannte Entsendeorganisation. Also wende dich direkt an uns! Deine Kontaktperson im EIZ ist Jana Kasten.

Das Aufnahmeprojekt sorgt für die Einrichtung der Einsatzstelle, Kost und Logis, einen Sprachkurs sowie die persönliche Unterstützung und Begleitung der Freiwilligen. Außerdem nimmst du an einem Begleitprogramm zur Weiterbildung teil und bekommt am Ende den Youth Pass zur Zertifizierung deines Auslandsaufenthalts ausgestellt. Für den EFD werden weder gute Noten noch Fremdsprachkenntnisse vorausgesetzt.

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Kontaktaufnahme

Jana Kasten

0381 40 31 45 0

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