
(Europas) Weg zwischen Liebe und Freiheit
Eine interaktive Gesprächsrunde über queere Geschichte, Menschenrechte und die Vielfalt Europas
In Kooperation mit rat+tat e.V. Rostock
Wie frei sind wir heute, zu lieben, wen wir lieben, unsere Identität selbst zu bestimmen und offen so zu leben, wie wir sind? Was heute für viele selbstverständlich erscheint, ist das Ergebnis eines langen gesellschaftlichen und politischen Wandels. Die Geschichte queerer Menschen in Europa ist geprägt von Ausgrenzung, Verfolgung und Unsichtbarkeit, aber ebenso von Mut, Solidarität und dem beharrlichen Einsatz für gleiche Rechte. Auch wenn in vielen europäischen Ländern in den vergangenen Jahrzehnten wichtige Fortschritte erreicht wurden, unterscheiden sich die Lebensrealitäten von LGBTQIA+-Menschen bis heute erheblich. Rechtliche Gleichstellung bedeutet nicht automatisch gesellschaftliche Akzeptanz – und Freiheit ist nicht überall gleichermaßen selbstverständlich.
Unter dem Titel „Liebe ohne Grenzen – Rechte ohne Ausnahmen: (Europas) Weg zwischen Liebe und Freiheit“ laden das Europäische Integrationszentrum Rostock (EIZ) und rat+tat e. V. Rostock am 27. November 2026 von 18 Uhr bis 20 Uhr zu einer interaktiven Gesprächsrunde ein. Gemeinsam wollen wir die Geschichte und Gegenwart queerer Rechte in Europa erkunden, unterschiedliche Perspektiven miteinander ins Gespräch bringen und der Frage nachgehen, was europäische Werte wie Menschenwürde, Freiheit, Gleichheit und Nichtdiskriminierung im Alltag tatsächlich bedeuten.
Von Verfolgung zu mehr Gleichberechtigung
Die Geschichte queerer Menschen in Europa ist lange von Ausgrenzung, Verfolgung und fehlender Anerkennung geprägt. Während der NS-Zeit wurden homosexuelle Menschen verfolgt und in Konzentrationslager verschleppt; auch nach 1945 bestanden diskriminierende Gesetze und gesellschaftliche Vorurteile fort. Seit den 1960er- und 1970er-Jahren setzten sich queere Bewegungen zunehmend für Sichtbarkeit und Gleichberechtigung ein. Heute sind wichtige Fortschritte erreicht, doch der Kampf um gleiche Rechte und gesellschaftliche Akzeptanz ist noch nicht abgeschlossen.
Europa: gemeinsame Werte, unterschiedliche Wirklichkeiten
Die Europäische Union gründet auf Werten wie Menschenwürde, Freiheit, Gleichheit und Nichtdiskriminierung. Dennoch unterscheiden sich die Rechte und Lebensbedingungen von LGBTQIA+-Menschen in den europäischen Ländern erheblich. Während einige Staaten umfassende Gleichstellung ermöglichen, bestehen andernorts Einschränkungen und Diskriminierung fort. Wie kann Europa seine Grundwerte schützen und verhindern, dass bereits erreichte Fortschritte verloren gehen?
Queere Geschichte in Mecklenburg-Vorpommern und Rostock
Auch in Mecklenburg-Vorpommern war queeres Leben lange von Unsichtbarkeit und gesellschaftlichen Hürden geprägt. Bereits 1985 gründete sich in Rostock ein Arbeitskreis Homosexualität, der Austausch und gegenseitige Unterstützung ermöglichte, trotz staatlicher Beobachtung in der DDR. Nach der Wiedervereinigung entstanden neue Räume für Vernetzung und Engagement. Heute setzen sich Initiativen wie rat+tat e. V. dafür ein, queere Menschen zu unterstützen und Vielfalt vor Ort sichtbar zu machen.
Von Europa zurück nach Rostock
Die interaktive Gesprächsrunde führt von den europäischen Grundrechten über unterschiedliche nationale Entwicklungen bis in den Alltag Mecklenburg-Vorpommerns. Gemeinsam wollen wir diskutieren, warum rechtliche Gleichstellung nicht automatisch gesellschaftliche Akzeptanz bedeutet und welche Herausforderungen weiterhin bestehen. Dabei sind die Erfahrungen, Fragen und Perspektiven der Teilnehmenden ausdrücklich willkommen. Denn ein vielfältiges und gleichberechtigtes Europa entsteht auch durch Engagement direkt vor unserer Haustür.
Wir freuen uns auf eine spannende Gesprächsrunde und einen vielfältigen Austausch!
Veranstaltungsdetails:
- Datum: Freitag, 27. November 2026
- Uhrzeit: 18:00 – 20:00 Uhr
- Ort: EIZ Rostock im Haus Europa
- Kooperation: rat+tat e.V. Rostock
- Format: Interaktive Gesprächsrunde
In Kooperation mit
